18 Februar 2012 - 20:30

Der irakische Premier Nuri al-Maliki hat seine Hoffnung auf eine Teilnahme des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an dem für den 29. März geplanten Gipfel der Arabischen Liga in Bagdad geäußert.

Beim jüngsten Außenministertreffen des Rates der Arabischen Liga in Kairo war eine Resolution zum Syrien-Konflikt angenommen worden, laut der die arabischen Länder alle diplomatischen Kontakte mit Vertretern Syriens einstellen sollen.
"Wir haben die Liga um eine Erläuterung gebeten, ob der Beschluss über den Ausschluss der Vertreter Syriens aus den Beratungen im Rahmen der Organisation nur für die Sitzungen des Rates der Liga oder auch für die Gipfeltreffen der arabischen Spitzenpolitiker gilt", sagte al-Maliki. "Wenn dieser Beschluss für die Botschafter bei der Liga gilt, so hofft der Irak auf eine Teilnahme Assads bzw. seiner Vertreter beim bevorstehenden arabischen Gipfeltreffen."
Eine Teilnahme des syrischen Präsidenten würde die Möglichkeit bieten, einen prinzipiell neuen Dialog "ohne Einmischung von außen" aufzunehmen, fügte er hinzu. "Niemand von den arabischen Spitzenpolitikern wünscht eine weitere Verschlechterung der Situation in Syrien", betonte al-Maliki.
Nach seinen Angaben haben alle Mitgliedsländer der Arabischen Liga ihre Teilnahme am Gipfel in Bagdad bestätigt. "19 Staaten werden durch ihre Staatschefs und die restlichen auf der Ebene der Regierungschefs bzw. der Außenminister vertreten", sagte er.