Beim jüngsten Außenministertreffen des Rates der Arabischen Liga in
Kairo war eine Resolution zum Syrien-Konflikt angenommen worden, laut
der die arabischen Länder alle diplomatischen Kontakte mit Vertretern
Syriens einstellen sollen.
"Wir haben die Liga um eine Erläuterung
gebeten, ob der Beschluss über den Ausschluss der Vertreter Syriens aus
den Beratungen im Rahmen der Organisation nur für die Sitzungen des
Rates der Liga oder auch für die Gipfeltreffen der arabischen
Spitzenpolitiker gilt", sagte al-Maliki. "Wenn dieser Beschluss für die
Botschafter bei der Liga gilt, so hofft der Irak auf eine Teilnahme
Assads bzw. seiner Vertreter beim bevorstehenden arabischen
Gipfeltreffen."
Eine Teilnahme des syrischen Präsidenten würde die
Möglichkeit bieten, einen prinzipiell neuen Dialog "ohne Einmischung von
außen" aufzunehmen, fügte er hinzu. "Niemand von den arabischen
Spitzenpolitikern wünscht eine weitere Verschlechterung der Situation in
Syrien", betonte al-Maliki.
Nach seinen Angaben haben alle
Mitgliedsländer der Arabischen Liga ihre Teilnahme am Gipfel in Bagdad
bestätigt. "19 Staaten werden durch ihre Staatschefs und die restlichen
auf der Ebene der Regierungschefs bzw. der Außenminister vertreten",
sagte er.
18 Februar 2012 - 20:30
News ID: 297519
Der irakische Premier Nuri al-Maliki hat seine Hoffnung auf eine Teilnahme des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an dem für den 29. März geplanten Gipfel der Arabischen Liga in Bagdad geäußert.